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Kennst Du das? Etwas geht Dir so richtig gegen den Strich. Heute willst Du es umbedingt klären. Du bereitest Dich auf ein Gespräch, sagen wir mit Deinem Partner, vor. Und während Du Deine Argumente noch mal so richtig drehst und kaust, wird Deine Wut größer. Wenn der Partner jetzt ins Spiel kommt, explodierst Du förmlich und obwohl Du Dich so gut vorbereitet hast und alles gesagt hast, hat Dein Partner nur komisch reagiert…

DU FÜHLST DICH LEIDER NICHT VERSTANDEN!

Die Frage, die sich stellt ist, hatte Dein Partner überhaupt die Chance Dich zu verstehen?Denn die Worte und die guten Argumente sind das eine – aber um zu hören, was uns jemand sagt, müssen wir dafür offen sein. Und wir können nicht offen sein, wenn uns die volle Wucht an Gefühlen und Emotionen überrollt. Wer sich einem „Orkan“ ausgesetzt fühl, kann nur Flucht ergreifen.

Flucht nach Innen – SCHWEIGEN/ Flucht nach Außen – KAMPF

Warum aber greifen wir zur Wut? Meist aus Angst…

  • nicht versanden zu werden
  • die eigenen Wünsche nicht richtig vermitteln zu können
  • nicht akzeptiert zu werden mit den eigenen Bedürfnissen
  • sich/ das eigene EGO nicht durchsetzen zu können

…und Wut gibt uns Aufrieb/ Kraft, die dazu genutzt werden kann sich zu behaupten,

…und Wut kann auch die Angst verdecken – vor allem wenn wir Glauben, dass Angst nicht gezeigt werden soll, weil sie uns in den Augen des Anderen im negativen Licht erscheinen lässt.

Aber wie wäre es sich darin zu üben, grundsätzlich anders vorzugehen – ohne Wut:

  • störende Sachverhalte direkt ansprechen
  • formulieren, was einem selbst wichtig ist
  • fragen, den Partner, was er dazu beitragen kann
  • dies in eine ziemlich detaillierte Absprache einbinden
  • hält sich der Partner nicht an die Absprache – ihn daran erinnern
  • hält sich der Partner wiederholt nicht an die Absprache, dann Entscheidung treffen, was mache ich damit – ohne, dass ich ihn in meine Entscheidung einbeziehe
  • Die eigene Entscheidung durchhalten!

…und nicht zu vergessen, dass:

mögen uns die Bedürfnisse das Partners noch so unverständlich erscheinen, sie haben genau die gleiche Daseinsberechtigung, wie die eigenen!

 

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